Tuesday, August 14, 2018

14.8.18 Via Ferrata


Nachdem ich gestern noch ein wenig die Katze bespaßt hatte, gings gegen 11 ins Bett und es war echt wunderbar ruhig. Gegen halb 8 wachte ich mit meinem gesamten Dorm auf. Ich las mein Buch zu Ende, dann ging ich frühstücken. Es gab Schafskäse, Tomaten, Gurken und Vollkornbrot. Und theoretisch Rührei. Nach einer weiteren längeren Streicheleinheit für die Katze gings los Richtung Klettersteig. Die Ausrüstung sollte es in der Touri-Info geben. Um viertel 11 war ich dort, leider machte sie erst um 11 auf... Zum Glück war direkt gegenüber das serbische Unesco-Weltkulturerbe Kloster, das ich in der Zwischenzeit besuchen konnte. Da die Serben hier ja nicht sonderlich beliebt sind, ist das Kloster gut bewacht und man muss erstmal durch die Passkontrolle. Vorm Kloster traf ich dann noch auf zwei Biker aus Lauf, mit denen ich kurz quatschte. Im Kloster war es dann echt schön, eine süße kleine Kirche haben die da.

Als ich wieder draußen war, war es kurz nach 11, perfekt. Ich holte mir für 7€ ein Klettersteigset samt Helm und bekam eine Wegbeschreibung. Ich musste noch eine knappe halbe Stunde die Straße lang in die Rugova Schlucht hinein, dann gings rechts in die Felswand, die Via Ferrata hier. Links verlief der Fluss mit ein paar Restaurants und Badestellen. Also rein in den Klettergurt und los ging es. Der Steig war nicht weiter schwer, war auch gut so, denn entgegen meiner Erwartungen war ich völlig allein unterwegs. Den Fotos nach, die ich gesehen hatte, war das nicht unbedingt zu erwarten. So war ich froh, dass es keine blöden Stellen gab und 50 Minuten später hatte ich den ersten Abschnitt geschafft. Ich war ziemlich durchgeschwitzt, der größte Teil des Steiges lag in der prallen Sonne. Was auch die Stahlseile ganz schön aufheizt, gibt warme Finger...


Nach einer kurzen Pause gings dann in den zweiten Teil. Der ging relativ steil nach oben. Und wieder voll in der Sonne, aber ich wurde mit einer noch besseren Aussicht belohnt. 

Eigentlich dachte ich, damit ist der schwere Part erledigt, aber da kannte ich den Pfad hinunter noch nicht. Auch sehr steil, rechts gings abwärts, über Geröll, Schotter und lose Erde, nicht gerade angenehm, ungesichert... Außerdem war er eher schlecht markiert und irgendwo muss ich falsch abgebogen sein... Der Pfad ging zwar schön weiter, aber leider nicht runter zur Straße. Irgendwann kam ich an Häusern vorbei und an Männern, die Heu wendeten, aber eine Straße fehlte. Immerhin wusste ich dank Gipsy, dass ich nicht so weit von einer weg war, und nach einem unangenehmen Stück durch Brennnesseln und Brombeeren kam ich dann auch tatsächlich auf einer Straße an. War selten so froh, auf Asphalt laufen zu dürfen, dachte schon, ich bleib irgendwo im Dickicht stecken oder ende vor einem Abgrund. Die Straße führte dann auch wieder in die Schlucht und ich ging noch zu einem der Restaurants. Erstmal musste ich ins Wasser hüpfen, ne ziemlich geile Abkühlung. 
Dann ließ ich mich in der Sonne trocknen und ging noch einen Kaffee trinken.
Gegen halb 5 machte ich mich auf den Rückweg in Richtung Stadt. Ich hatte Glück, zwei Typen, die gerade ins Auto stiegen, nahmen mich mit bis zum Kloster und ersparten mir den Weg. Nun musste der Hunger gestillt werden, es sollte mal wieder Pizza werden. Ich fand ein süßes kleines Lokal mit super leckerer Pizza. Auf dem Weg zum Hostel entdeckte ich den etwas trendigeren Teil der Stadt mit einigen Bars und Cafés. In einem Eiscafé gabs einen Eisespresso, sehr lecker. Dann gings heim. Meine Katze kuschelte fremd! Konnte sie mir aber doch nach einiger Zeit krallen. Den restlichen Abend verbrachte ich auf der Terrasse mit einigen anderen Backpackern. Ist echt ziemlich nett  hier...

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