Sunday, August 19, 2018

19.8.18 Hiking

Gestern wars wieder etwa 12, der Wein war aber dieses Mal nicht ganz leer. Heute war ich mal wieder vor acht wach, blieb aber noch bis 9 liegen. Dann gabs Müsli mit Joghurt und ich packte meine Sachen für eine kleine Wanderung. Und verabschiedete mich von unseren Vollzeittrampern, hier nochmal der Link zu ihrem Tshirtsortiment mit 100% Fairtrade aus Tansania und Kenia. Vielleicht gibts die auch bald schon von den Pimpqueens bedruckt ;-)
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Gegen dreiviertel 11 waren wir alle startklar. Die beiden Franzosen, die beiden älteren Schwestern von gestern und ein paar andere. Insgesamt waren wir 9. Direkt aus dem Garten ging es den Berg hinauf, einen kleinen Trampelpfad, den niemand sonst benutzt. War ziemlich steil und wir mussten einige Pausen machen. Da wurden wir aber auch immer wieder mit einer super Aussicht belohnt. 

Schließlich kamen wir auf knapp 1100m in ein kleines, fast völlig verlassenes Dorf. Dort leben heute nur noch 5 Menschen, etwa genauso viele Hunde, etwas mehr Esel und viele Schafe und Hühner. 

Wir stromerten ein wenig zwischen den alten, halb verfallenen Häusern hindurch und kamen dann zu einem super süßen kleinen Restaurants mit Gästezimmern, am Rand des alten Dorfes, wo ein paar neue Häuser stehen. Dort gabs einen echt mazedonischen Kaffee mit super Ausblick auf den See. 

Von dort gings zurück ins alte Dorf und wir lernten 20% der Bevölkerung kennen: einen alten Opi, der vor seiner Hütte saß. Die dazugehörige Omi war leider gerade nicht da. Die leben echt unter einfachsten Verhältnissen und das doch irgendwie mitten in Europa! Kein fließendes Wasser, nur eine Hütte und ein Stall. Strom und nen uralten Fernseher gab es. Essen und Wasser bringt wohl der Sohn jeden Tag vorbei. Aber die beiden wollen nicht weg. Michael hatte Rakia mit, den wir aus uralten versifften Gläsern tranken, dazu gabs frischen Schafshüttenkäse vom Opi, super cremig und lecker!


Dann zeigte und Michael noch seinen Lieblingsplatz mit der perfekten Aussicht, bevor wir uns die Straße und einen Schotterweg entlang auf den Weg nach unten machten. Das nächste Ziel war das Haus eines Freundes. Es steht allein am Berg mit großer Terrasse, super Sicht, in etwa das, wo man mich mal in 30 Jahren finden könnte. Gut, vielleicht etwas tiefer gelegen, wo es auch im Winter nicht schneit... Kaum saßen wir alle am Tisch, wurde aufgefahren: Rakia, frischer Saft, Salat, irgendetwas geschichtetes mit Teig und Käse, was super leckeres scharfes aus Chillies und Tomatensoße, Brot und schließlich gefüllte Spitzpaprika mit Reis oder Fleisch aus dem Ofen. Schon wieder überragend! 

Danach legten wir uns alle im Garten für ne halbe Stunde Mittagsschlaf ab. Ok, es war schon eher vier Uhr... Ausgeruht gabs dann noch einen Kaffee und schon wieder was zu essen. Geschmacklich wie Baklava, optisch aber ziemlich anders. Vollgefressen war es schwer, wieder loszulaufen... Zum Glück gings nur noch ne halbe Stunde bergab bis zur Straße, wo wir mit dem nächsten Bus zurück fuhren. Ich stieg unterwegs an einem Hotel mit ATM aus, muss noch meine Rechnung hier zahlen. Den Weg zurück nahm mich ungefähr das 5. Auto mit, Straßen lang laufen wird echt uncool... War nur 1km, aber als ich ausstieg, hatte ich schon wieder einen neuen Freund auf Facebook ;-)
Ich kaufte noch etwas Obst für die Weiterfahrt morgen und lief zum Hostel hoch. Es war etwa 6 Uhr und ich sprang mit Kindle und Radler in die Hängematte, wo ich bis zum Sonnenuntergang um halb 8 blieb. Dieses Mal ging sie sogar hinter den Bergen und nicht in den Wolken unter! Dann duschte ich und packte soweit schon mal alles zusammen, da es morgen schon kurz nach 8 losgeht. Auf eine etwas abenteuerliche Weiterreise nach Berat eher im Süden Albaniens. Aber dazu morgen mehr, gibt halt keine direkte Verbindung.
Jetzt sitze ich mit Yasemin aus meinem Dorm zusammen auf der Terrasse,  ganz entspannt. Die letzten Chips- und Weinreste werden verarbeitet, mehr wird hier nicht passieren.

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